psychische Selbsthilfe

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Asperger

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Das Asperger-Syndrom (Asperger-Autismus) ist eine sehr variantenreiche Störung. Kinder fallen zunächst wenig auf. Eine Kontaktstörung zeigt sich mehr in Gestalt einer Distanzstörung oder unangepassten Verhaltens. Die betroffenen Kinder kümmern sich nicht, bzw. kaum um die Belange der Umwelt und deren Reaktionen.  
Spezialinteressen können Leistungen bis zum Wunderkind hervorbringen. Die Kinder sind motorisch oft ungeschickt und äußern in der Vorpubertät oft Suizidgedanken, ohne dass es zu Suiziden kommt. Die Kinder sind oft reizbar, aggressiv, ablenkbar. Ihre Sprache zeigt Neologismen. Asperger-Autisten sind in der Regel normal intelligent, wenngleich auch Hochbegabungen insbesondere in Teilbereichen des Denkens, wie z.B. der Merkfähigkeit vorkommen können.

Während die verbale Kommunikation kaum gestört ist, haben Asperger große Schwierigkeiten mit der nonverbalen Kommunikation, also dem richtigen Deuten von Mimik, Gestik, Tonfall usw. und können diese nonverbalen Signale selbst auch nicht in adäquater Weise einsetzen. Da ihnen das Sozialverhalten der Menschen so rätselhaft erscheint, beschäftigen sie sich lieber mit Spezialthemen und entwickeln dabei mitunter geradezu wissenschaftlichen Ehrgeiz. Ähnliches gilt auch für den seltsamen Gebrauch von Körpersprache, Mimik und Gestik. Bisweilen scheint es überhaupt keine Übereinstimmung zwischen sprachlichem Inhalt, Tonfall, Körperhaltung und Gesten zu geben.

In der Erwachsenenpsychiatrie beschäftigt man sich erst seit Kurzem damit, obwohl das Asperger-Syndrom Erwachsene ähnlich häufig betrifft wie Kinder. Soweit zumindest die Vermutung von Experten, basierend auf der Beobachtung, dass die Störung im Lauf der Jahre ziemlich stabil bleibt. Genaue Untersuchungen zur Häufigkeit der Autismus-Form „Asperger-Syndrom bei Erwachsenen" gibt es nicht.


 
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